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Eine Reise ist ein vortreffliches Heilmittel für verworrene Zustände.
Franz Grillparzer (1791 - 1872)
Wie schon in der Rubrik Spanien, findest Du hier in unserer BETA-Version vorübergehend "nur" ein kleines Beispiel, wie unsere Seiten aussehen werden.
Für die Rubrik Italien haben wir deshalb zunächst einmal die Stadt ROM für Dich erkundet :)
Weitere Städte folgen natürlich in naher Zukunft.
Deine Mithilfe ist ausdrücklich erwünscht ;)
Italien ...
... liegt in Europa, ist 301.338 qkm gross. In Italien sind ca. 58.462.000 Einwohner zu Hause. Die Hauptstadt ist "Rom". Zum grössten Teil ist das Land vom Mittelmeer umschlossen ("Apenninhalbinsel").
Geschichte:
Karte Römisches Reich im Jahr 116 zur Zeit der grössten Ausdehnung unter Kaiser Trajan. Bild: Herders Conversations-Lexikon 3. Aufl. 1907 / gemeinfrei
Bevor die eigentliche Geschichte Italiens beginnt, spricht man vom Römischen Reich, in dessen Gebiet (die heute italienische "Toskana") in der Antike die Kernregion mit seiner Hauptstadt Rom war.
Um 450 v. Chr. entstand in Rom das "Zwölftafelgesetz", eine auf 12 geritzte Gesetzessammlung, die im "Forum Romanum" ausgestellt wurde. 264 – 133 v. Chr. wird Rom schliesslich zur Weltmacht.
Die grösste Ausdehnung des Römischen Reiches war 117 n. Chr..
Im Jahr 311 erkannte "Kaiser Konstantin" das Christentum an, wodurch der Aufstieg zur wichtigsten Religion im Imperium begann.
Im Jahr 395 teilt sich das Römische Reich entgültig in die zwei Teile: "Westrom" und "Ostrom" (auch Byzantinische Reich genannt).
476 endete dann das Weströmische Reich und wurde erst durch den "Frankenkönig Karl", der im Jahr 800 in Rom durch den römischen Papst gekrönt wurde, erneuert.
Karte Italien 1815 bis zur Gegenwart Einigung Italiens (1815 bis 1870) nach dem Wiener Kongress - die Jahreszahl bei den einzelnen Regionen gibt den Anschluss der jeweiligen Region an das Königreich Sardinien-Piemont bzw. Italien an (historisch-politische Landkarte aus Putzger historischer Weltatlas, Ausgabe 1913) / Bild: gemeinfrei
Von 862 bis ins Jahr 1806 dauert das so genannte "Heilige Römische Reich deutscher Nation" an. Der Name des Reiches (die offizielle Bezeichnung für den Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Kaiser vom Mittelalter bis eben zum Jahre 1806. ) leitet sich vom Anspruch der mittelalterlichen Herrscher ab, die Tradition des antiken Römischen Reiches fortzusetzen und die Herrschaft als Gottes heiligen Willen im christlichen Sinne zu legitimieren.
Zwischen 1250 bis 1494 bilden sich die italienischen Stadtstaaten heraus. Anschliessend und bis 1796 nutzten dann "fremde Mächte" Italien als Schauplatz ihrer Eroberungspolitik.
Dazwischen wird im Jahr 1309 der päpstliche Sitz von Rom ins französische Avignon verlegt. Erst 1377 wurde Rom dann wieder zum Papstsitz (siehe auch unsere Infos über Rom hier).
Ab 1796 bis zum "Wiener Kongress" 1815, in dem die Grenzen Europas neu festgelegt wurden, beherrschten die Franzosen Italien.
Die Jahre zwischen dem Kongress und der Einname Roms im Jahr 1870 bezeichnet man als "Risorgimento" (Wiedergeburt / Wiedererstehung). Seit dem besteht der moderne, geeinte italienische Nationalstaat.
Nachdem der Kirchstaat ("Respicientes")
1870 eingenommen und Rom zur Hauptstadt wurde, stand Italien ganz im Zeichen der "Irredenta", einer Einigungsbewegung, die Gebietsforderungen an Österreich-Ungarn stellte. Dies dauerte bis zum Ende des ersten Weltkriegs, in welchem sich Italien zunächst neutral verhielt. Erst 1915 kämpfte das Land gegen Österreich-Ungarn und dann ab 1916 auch gegen Deutschland.
1919 erhielt Italien "Südtirol" und "Triest" und bis 1947 gehörte auch "Istrien" dazu.
1922 erzwang sich "Mussolini" durch den "Marsch auf Rom" (ca. 10.000 faschistische Schwarzhemdträger marschierten sternförmig in die italienische Hauptstadt ein) die Ernennung zum Ministerpräsidenten durch "König Victor Emanuel III.".
Am 11. Februar 1929 wurde durch die "Lateranverträge" die Souveränität des "Heiligen Stuhls" über die "Vatikanstadt" mit dem Papst als Staatsoberhaupt niedergelegt.
Weitere wissenswerte Jahreszahlen waren / sind:
- 1937 - Italien tritt aus dem "Völkerbund" aus.
- 1939 - Mussolini und Hitler unterzeichen den "Stahlpakt" und der 2. Weltkrieg bricht aus.
- 1940 - Italien tritt in den Krieg ein.
- 1946 - die "Monarchie" endet und Italien wird zur Republik.
- 1949 - Italien wird Gründungsmitglied der "NATO" und des "Europarates".
- 1955 - Italien wird Mitglied in den "Vereinten Nationen".
- Heute - Italien zählt zu den "7 führenden Industrienationen" (heute G8)
Wirtschaft & Politik
Italien ist eine "Parlamentarische Republik". Das Staatsoberhaupt ist somit der Staatspräsident. Zur Zeit ist dies "Giorgio Napolitano". Der Staatspräsident wird vom Parlament und von jeweils 3 Abgesandten der 20 Regionalversammlungen für die Dauer von 7 Jahren gewählt.
Besser bekannt ist Dir warscheinlich der Name "Silvio Berlusconi". Dieser ist aber "nur" der italienische Regierungschef (Ministerpräsident), welcher auch meist der Führer der stärksten Partei im Abgeordnetenhaus, einem der beiden Kammern, ist. die zweite Kammer ist der Senat.
Für die Wirtschaft des Landes stellt das starke Nord-Süd-Gefälle ein Problem dar. Im Norden des Landes sind Industriebetriebe wesentlich stärker vertreten als in Süditalien (ital. "Mezzogiorno"). Das macht sich auch bei der Arbeitslosenquote sehr stark bemerkbar. Sie liegt im Süden um das ca. 3,5-fach höher als im Norden.
Ungefähr 60 Prozent der Landfläche von Italien werden landwirtschaftlich genutzt.
Im Süden vor allem. Was klar wird, wenn Du an italienischen Wein oder Oliven (auch Öl) denkst, die natürlich dort hervorragend gedeien. Weitere Agrarprodukte des Landes sind Getreide, Tomaten, Mais, Kartoffeln, Artischocken, Zuckerrüben, Reis, Pfefferschoten und Wassermelonen. Im Bereich des Gartenbaus werden vorrangig Obstsorten wie Äpfel, Orangen, Feigen und Datteln kultiviert.
Bleibt noch die "Milchwirtschaft" mit ihren Produkten wie die bekannten Käsesorten Parmesan, Gorgonzola und Mozarella.
Auch im Süden befindet sich die Schaf- und Ziegenzucht, wohingegen im Norden mehr die Schweine- und Rinderzucht verbreitet ist.
Eine Folge der Überfischung und Wasserverschmutzung, wie leider in vielen Ländern, lässt sich auch in Italien beobachten - die Fischerrei ist sehr stark zurückgegangen. Dennoch zählen Sardinen, Forellen, Anchovis, Garnelen, Tintenfische und Muscheln, noch immer zu den wichtigsten Meeresgetieren in der italienischen Fischereiwirtschaft - auch wenn kaum noch vorhanden.
Auch der Bergbau gehört zu Italien. Wer kennt nicht den italienischen Marmor (vor allem auf Sizilien, Sardinien und in der Poebene)? Weniger bekannt aber wesentlich höher, ist der Abbau der Bodenschätze Braunkohle, Erdöl, Erdgas, aber vor allem Blei, Antimon, Zink und Eisenerz.

