Der ADAC testete 2009, 60 Mietwagenanbieter.
Bei den Tests war so ziemlich alles dabei, vom tadellosen Leihwagen bis zum desolaten Altfahrzeug und vom kundenorientierten Service bis zur unprofessionellen Abfertigung.
Der ADAC testete in 7 europäischen Ländern, einschliesslich der relevanten Urlaubsregionen Kroatien und der Türkei. Die Prüfer kamen zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der Autovermieter gute Arbeit verrichtet und anständige Autos vermietet. 2 Anbieter stachen mit sehr guten Bewertungen aus dem Teilnehmerfeld heraus. Aber leider gab es auch nicht wirklich gute Ergebnisse.
Insgesamt 7 Vermieter stehen am untweren Ende der Skala und hatten um es gelinde gesagt auszudrücken "misserable" Ergebnise. Diese Mietwagen waren defenitiv nicht mehr fit für die Strasse.
Gesamt gesehen, fiel jede 5. Station durch. Die meisten Schwierigkeiten hatten die Vermieter im Bereich Service.
Mehr als 50 % der Testkandidaten kassierten schlechte Noten. Das ist umso ärgerlicher, als das es ausser um Service, vor allem auch um Verträge und damit um Dein Geld als Kunde ging.
Ein Fazit zog der ADAC nach dem Test wie folgt:
Zitat: >>> "Gross Qualitäts-Unterschiede brachte der aktuelle Test zu Tage. Zwei mit „sehr gut“ bewertete Mietwagen-Anbieter bildeten die herausragende Spitze. Ihnen standen sieben Autovermietungen gegenüber, die ein „Mangelhaft“ bekamen und deren Autos nicht mehr auf die Strasse gehört hätten. Fünf Autos gingen mit der Note „bedenklich“ an ihre Stationen zurück. Im Gesamtergebnis fiel damit jeder fünfte Anbieter durch. Doch es gibt auch Erfreuliches zu vermelden: 32 Mietwagen-Anbieter und damit über die Hälfte aller Testkandidaten schnitten mit einem respektablen „Gut“ ab. 14 Unternehmen erreichten immerhin eine durchschnittliche Bewertung. Enttäuschend ist, dass der Test insgesamt keine nennenswerten Verbesserungen gegenüber den Vorjahren zeigt. Vor allem der schlechte Service trübt nach wie vor die Freude am Urlaubswagen." <<< Zitat Ende.
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Einzelheiten zum Test
Wie bereits geschrieben, gab es bei dem Test vom ADAC schwerwiegende Mängel im Bereich Service bei den Test-Kandidaten.
Kein einziges Mal konnte der ADAC ein "sehr Gut" vergeben, und nur 8 x ein "Gut". Schlechte Noten gab es hingegen weit häufiger: 11 Mal „mangelhaft“, 26 x ein "bedenklich".
Die Urlauber wurden bei zu vielen Anbietern wie im Akkord durchgeschleust, kaum informiert oder unhöflich behandelt. Schlechte Beratung kann jedoch gravierende Auswirkungen für Dich haben, wenn sich der Versicherungsschutz als unzureichend herausstellt, wenn Du im Notfall nicht weist, was Du tun sollst oder mehr von der Kreditkarte abgebucht wird als abgesprochen wurde (dies geschah unglaubliche 2x im Test!).
Das, was eigentlich der Schwerpunkt bei Deiner Anmietung als Urlauber sein sollte, dass Gespräch, war bei mehr als jedem 2. Anbieter schlecht. Zwar zeigte sich das Personal in den meisten Fällen freundlich und mehrsprachig, verfügte aber über zu wenig Fachkenntnis und Professionalität.
Zu oft ohne Erfolg wartete der "Probemieter" vom ADAC oft auf eine Fahrzeugeinweisung, die persönliche Rücknahme des Autos, ein Schadensprotokoll oder Erklärungen zu Tankregelung und Notfall.
In unakzeptablen 23 Fällen! hätten die Vermieter so theoretisch nach Urlaubsende unlautere Nachforderungen an Dich als Mieter stellen können!
Weiterhin waren die Angaben zum Versicherungsschutz oft verwirrend, ungenügend oder schlichtweg falsch!?! Zudem hatte ein Drittel der Mietverträge Schwachstellen. Im international besuchten Touristenort Rimini zum Beispiel waren 3 von 6 Verträgen nur auf der Landessprache italienisch verfasst. Und wenn Du dieser Sparche nicht mächtig bist, oder nicht vor Deinem Urlaub eines unserer "Sprachangebote" wahrgenommen hast, dann sieht es wohl so aus, als habest Du schlechte Karten.
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Es wurden div. Autoarten getestet.
Unter den 60 Testautos befanden sich vom 11 Jahre alte Geländewagen über den frisch zugelassenen Seat Ibiza mit 40 Kilometer Laufleistung auf dem Tacho bis zum Renault Clio, der in vier Jahren bereits 152.638 Kilometer abgespult hatte, so ziemlich die ganze Palette an möglichen Fahrzeuegen die Dir bei einer Anmietung begegnen können.
28 von 60 der "Test-Autos" waren immerhin jünger als ein Jahr. Allgemein auf die Menge gesehen, regierte das gute Mittelmass, getrübt vor allem von den gravierenden Mängeln der letztplatzierten sieben Klein- und fünf Geländewagen.
Während Karosserie, Allgemeinzustand, Fahrwerk, Lenkung, Motorraum und Elektrik durchschnittliche bis sogar sehr gute Mittelwerte erreichten, fiel der Bereich „Ausrüstung und Insassensicherheit“ bei den meisten Mietautos laut ADAC stark ab. 3/4 aller Fahrzeuge bekamen hier deutliche Punktabzüge vom Tester. Nur in 14 Autos gab es überhaupt einen Verbandkasten, in mehr als der Hälfte der Wagen fehlten ausserdem Warndreiecke und Warnwesten. Weit abseits aller europäischer Sicherheitsstandards gab es in 5 Autos nicht mal einen Airbags!?! Und in 19 Fällen fehlte das lebensrettende Luftkissen für den Beifahrer. Sicherheitsgurte waren in etlichen älteren Modellen nicht vorhanden oder defekt (Autos ohne Gurt - gibt es die überhaupt noch?).
In 40 % aller Testautos fehlte ein Kindersitz, welcher einen Sechsjährigen ausreichend geschützt hätte, oder wenn vorhanden, dann war er nicht geeignet. Dafür gab es gute Ratschläge wie: "Fahren Sie langsam, damit dem Kind nichts passiert", hiess es zum Beispiel in Marmaris bei Fatih Rent a Car.
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Wie bereits weiter oben beschrieben, war bei diesem Test der Punkt Service für das schlechte Abschneiden der meisten Testkandidaten verantwortlich.
So konnten die Tester kein einziges mal die Note sehr gut vergeben und nur 8 x die Note gut. In der Hauptanzahl stand die Note mangelhaft und sogar 26 x bedenklich.
Als Mieter wärest Du in den meisten Fällen wie im Akkord durchgeschleust, kaum informiert und auch schlecht, bzw. unhöflich behandelt worden.
Das hätte unter Umständen, wenn Du der Mieter gewesen wärst, gravierende Auswirkungen für Dich gehabt. Unzureichender Versicherungsschutz ist kein Spass, was Du, nachdem für Dich der Versicherungsfall leider eingtroffen wäre, mit sicherheit auch so sehen würdest. Wenn Du als Reisender (und Mieter), im Notfall nicht weisst, was Du tun kannst, oder mehr von der Kreditkarte abgebucht wird als abgesprochen, dann hättest Du mit Sicherheit einen dicken Hals.
Einzig alleine der Aspekt, dass das Personal in den meisten Fällen freundlich und mehrsprachig war, dürfte wenig darüber hinwegtrösten, dass wenig Fachkenntnis und Professionalität vorherschte.
Zitat von dem ADAC-Ergebnis Testsieger und verlierer:
"Guten Service und ein sehr gutes Fahrzeug bot der Testsieger des Jahres 2009, der international tätige Autovermieter National auf Kos in Griechenland mit einem Chevrolet Matiz. Die Plätze zwei und drei gehen nach Kroatien. Hertz in Dubrovnik hatte dabei mit einem neuen Fiat Punto den einzigen ohne jede Einschränkung tadellosen Wagen im Test. Die Franchise-Niederlassung des internationalen Autovermieters zeigte aber Schwächen beim Service und verpasste dadurch den ersten Rang. Ähnliche Schwächen zeigte die Kundenbetreuung beim Drittplatzierten des Tests, dem regionalen Anbieter Suntrust Rent a Car, der aber mit dem sehr guten Zustand eines Opel Corsa überzeugte.
In desolater Verfassung war der Testverlierer, der Nissan Micra von Europcar im griechischen Thira auf Santorin. Zahlreiche gravierende Mängel, etwa die zwei verformten Felgen an der Vorderachse, die stark beschädigte Reifenflanke und eine fehlende Radmutter am rechten Hinterreifen disqualifizierten das Auto für die Strasse – und erst recht für das Mietwagengeschäft. Flankiert von schlechtem Service in allen Belangen blieb für die renommierte Verleihfirma nur der letzte Platz. Auf den beiden anschliessenden Plätzen landeten zwei lokale Anbieter, Compass Car Hire auf Malta und Aktif Rent a Car im türkischen Marmaris. Ihren Geländewagen, zwei Suzuki Samurais, stellten unsere Tester wegen ihres schlechten technischen Zustands ebenfalls mangelhafte Zeugnisse aus."
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Spezialfall Geländewagen:
5 der 7 Geländewagen im ADAC-Test hatten erhebliche Mängel mit Schäden an Fahrwerk, Lenkung oder Bremsen.
Weitere Defizite zeigten sich bei der Ausrüstung und der Insassensicherheit.
So waren z.B. Airbags für den Beifahrer und Sicherheitsgurte auf der Rückbank durchweg Mangelware.
All das wiegt umso schwerer, als das viele sich gerade im Urlaub, z.B. in den südlichen Ländern, einen Geländewagen mieten, mit welchem sie wenig Erfahrung haben.
Daher fordert der ADAC, und das können wir nur zu 100 % unterschreiben, eine transparentere Gestaltung für Autovermietungen in Europa, die wie folgt laut ADAC, aussehen soll:
- Einheitliche und verbraucherfreundliche Mietverträge ausser in der Landessprache mindestens auch in englischer Sprache anbieten.
- Allgemeine Geschäftsbedingungen verständlich formulieren.
- Nur mit dem tatsächlichen Endpreis anstatt irreführender Lockangebote werben.
- Höchstgrenzen für Kaution und Selbstbehalt festlegen und ausweisen.
- Versicherungsangebote vereinheitlichen und transparent darstellen.
- Fahrzeugeinweisung als selbstverständlichen Bestandteil des Services anbieten.
- Aushändigung eines Rücknahmeprotokolls vom Vermieter an den Kunden zur Pflicht machen.
- Nur verkehrstüchtige Autos vermieten!
- Geeignete und kostenlose Kindersitze bereit halten.
- Einheitliche Tankregelungen einführen: Fahrzeug wird sowohl vom Vermieter als auch vom Mieter voll betankt übergeben. (Quelle ADAC.de)
Und so hat der ADAC und seine EuroTest-Partnerclubs getestet:
Der Test fand zum dritten Mal in Folge statt. Im Mittelpunkt standen 60 Mietwagen und der Service ihrer Anbieter. Die Tester waren in Griechenland, Italien, Malta, Portugal, Spanien und den Nicht-EU-Ländern Kroatien und Türkei. Die Orte, die zum ersten mal im Focus der "Verbraucherschützer" lagen, wurden nach ihrer touristischen Bedeutung ausgewählt und danach, wie viele Anbieter es dort gibt und wie oft Autos geliehen werden.
Die Autos wurden von den Testern direkt vor Ort für einen spontanen Tagesausflug angemietet. Andere Buchungsarten, wie etwa per Internet, Vorabreservierung über das Hotel oder bereits am Flughafen, wurden nicht berücksichtigt. Stichprobenartig wurde die ganze Bandbreite der Vermieter erfasst, vom grossen, weltweit operierenden Unternehmen, über regionale Ketten bis zu lokalen Anbietern.
Der Bereich Service und Anmietung wurde von den Mitarbeitern des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Consulimus AG (Köln) geprüft, die technische Seite (der Mietautos) von Kfz-Sachverständigen und Prüfingenieuren. Getestet wurde zwischen dem 05. und 18. Juli 2008.
Innerhalb von vier Tagen wurden pro Ort sechs Fahrzeuge bei verschiedenen Vermietern getestet. Entsprechend der Testausrichtung „Tagesausflug“ wurden Kleinwagen wie Fiat Punto, Opel Corsa oder Renault Clio angemietet, außerdem jeweils ein Geländewagen. Rimini und Dubrovnik hatten generell keine Geländewagen im Angebot, in Portimão war zur Testzeit keiner verfügbar. Die Mietdauer betrug in der Regel 24 Stunden für eine vierköpfige Test-Familie mit einem sechsjährigen Kind. Elementarer Bestandteil des Tests war die Forderung der europäischen Automobilclubs, dass Urlauber unabhängig von Land, Ort, Autovermietung und Fahrzeug höchste Sicherheitsanforderungen und guten Service erwarten können - gerade auch in der Hochsaison.Als Versicherungsschutz wurde der klassische, beziehungsweise der vom Vermieter empfohlene Standard-Schutz gewählt, in der Regel Vollkasko mit Selbstbehalt. Diebstahlversicherung oder Extras wie Kindersitz und eventuelle Extrakosten für einen zweiten Fahrer wurden zusätzlich abgeschlossen beziehungsweise abgefragt (Quelle ADAC Test).
Weitere Einzelheiten zu dem Test und die genauen Ergebnisse in den einzelnen Testkategorien findest Du hier auf der Homepage des ADAC.
Ein Themen entsprechendes PDF (Fremdwort für viele Mietwagen-Anbieter) vom ADAC erhältst Du hier.
